Die wichtigsten Faustballregeln

Faustball ist sowohl eine Feld- (Feldgröße: 20x50 m) als auch eine Hallensportart (20x40 m).

Faustball Spielfeld
Flingeflung, Faustball Spielfeld, CC BY-SA 3.0

Das Feld ist durch eine Mittellinie getrennt, worüber in 2 m (bei Frauen: 1,90 m) Höhe ein bis zu 6 cm breites Netz oder Band an zwei freistehenden Pfosten gespannt ist. 3 m beiderseits der Mittellinie ist die Aufschlaglinie markiert.

Eine Mannschaft besteht aus 5 Spielern und bis zu 5 Auswechselspielern, die beliebig oft ausgewechselt werden können.

Eine Mannschaft setzt sich folgendermaßen zusammen:

  • Angreifern (Position vorne links und rechts)
  • Aufbauspieler (Position Mitte)
  • Abwehrspielern (Position hinten rechts und links)
Faustball Aufstellung
Aufstellung im Feld (Mannschaft A) und in der Halle (Mannschaft B)
Flingeflung, Faustball Aufstellung, CC BY-SA 3.0

Je nach Taktik ändert sich die Aufstellung der Mannschaft.

Die Angreifer sind dafür zuständig Angaben zu machen und Angriffsbälle zu spielen, die die gegnerische Mannschaft unter Druck setzen. Die Angreifer ergänzen sich im Idealfall. Gute Angreifer machen den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage aus.

Der Aufbauspieler hat die Aufgabe den Angreifern die Bälle so zuzuspielen, dass diese ein wirkungsvolles Angriffsspiel entwickeln können. Diese Aufgabe kann mitunter sehr anspruchsvoll sein, wenn die Platzverhältnisse entsprechend schlecht sind. Zugleich unterstützt er die Hintermannschaft, sprich die Abwehr, gegnerische Angriffsbälle abzuwehren.

Die beiden Abwehrspieler haben die Aufgabe durch gutes Stellungsspiel und körperlichen Einsatz die Angriffsbälle des Gegners so abzuwehren, dass ein geordneter Spielaufbau möglich wird. In entsprechenden Situationen springen sie für den Mittelmann ein und machen das Zuspiel für den Schlagmann. Bei Regen und schlüpfrigem Boden hat die Abwehr den schwersten Job zu verrichten. Hier werden dann oft wahre Schlachten ausgetragen.

Der Spielball muss ein Gewicht zwischen 350 und 370 g aufweisen. Sein Umfang liegt zwischen 65 und 68 cm und der Luftdruck zwischen 0,55 und 0,70 bar.

Gespielt wird nach Sätzen bis 11 Punkte. Ein Spiel ist gewonnen, wenn eine Mannschaft eine vorgegebene Anzahl von Sätzen für sich entschieden hat. Die Anzahl der Sätze variiert je nach Leistungsklasse.

Der Ball darf von jeder Mannschaft maximal dreimal direkt oder indirekt (d.h. mit Bodenkontakt vor Berührung) gespielt werden, wobei ein Spieler lediglich zu einer Ballberührung berechtigt ist. Nach dem Spielen des Balles über das Netz muss der Ball den Boden im gegnerischen Feld oder einen Gegenspieler berühren.

Als Fehler gelten:

  • Spiel des Balles mit einem anderen Körperteil als der Faust bzw. dem Arm
  • übertreten der Angabelinie beim Aufschlag
  • Berühren der Leine durch Ball oder Spieler
  • zweimaliges Aufspringen des Balles
  • Aufspringen des Balles außerhalb des Spielfeldes
  • mehr als drei Ballberührungen innerhalb einer Mannschaft
  • mehrmaliger Ballkontakt eines Spielers